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Unser Kürbisfest kann leider in diesem Jahr nicht stattfinden, weil wir wegen der Dürre nicht genügend Schnitz-, Mal- und Dekokürbisse haben.  So würde das Kürbisfest vollkommen seinen Charkter verlieren. Selbstverständlich können wir Sie auch in diesem Herbst mit Deko- und Speisekürbissen von unserem Hof versorgen.

 

Bericht aus der Kreiszeitung vom 16.06.2018

Dreharbeiten in Nordwohlde

„Typisch!“: „Es geht um Erdbeeren, um Anja und ihren Mut“

Anja Reiners steht im Fokus einer Dokumentation: Über ihr Leben, ihren Alltag und damit einhergehend auch ihre Arbeit.
Anja Reiners steht im Fokus einer Dokumentation: Über ihr Leben, ihren Alltag und damit einhergehend auch ihre Arbeit.

Bassum – Von Ute Schiermeyer. „Ganz schön aufregend“ fand Anja Reiners am Sonntagabend die Aussicht auf den folgenden Tag. Schon morgens um 5 Uhr hatte sie sich mit einem Fernsehteam für erste Aufnahmen aus ihrem Privatleben verabredet. Klar, dass einem da am Abend vorher so einiges durch den Kopf geht. Wer hat denn schon das Fernsehen bei sich zu Hause? In dieser Woche wird eine Reportage über die junge Frau aus Nordwohlde gedreht, zu sehen im NDR-Fernsehen in der Sendereihe „Typisch!“

Die besondere Geschichte der Gartenbauingenieurin, die zusammen mit ihren Eltern Annegret und Walter Nüstedt den gleichnamigen Erdbeerhof in Bassum-Döhren leitet, hat das Autorenteam Ursula Hensel und Johann Ahrends bewegt. Eigentlich wollten die Filmemacher einen Bericht über das alljährliche Kürbisfest auf dem Hof machen. Dabei lernten sie Juniorchefin Anja Reiners kennen.

Im Laufe des ersten Gesprächs mit Anja stellte sich heraus, dass diese Frau eine bewegende Lebensgeschichte zu erzählen hat. „Es geht um Erdbeeren, um Anja und ihren Mut“ fasst Ursula Hensel den Inhalt der Reportage zusammen.

Vor 22 Jahren riss ein schwerer Reitunfall Anja aus dem bis dahin unbeschwerten Leben. Bei einem Jagdreiterlehrgang stürzte ihr Pferd, fiel auf sie drauf und verletzte die damals 17-Jährige so schwer am Kopf, dass sie zweieinhalb Wochen im Koma lag. Es folgte eine lange Zeit der Genesung und Rehabilitation. Ein gesamtes Jahr verbrachte die Jugendliche im Krankenhaus und in der Reha-Klinik. Sie musste erneut laufen lernen und sich auch alle anderen Dinge des täglichen Lebens nochmals aneignen. Erst nach einem Jahr konnte die Schülerin zurück an ihre alte Schule, das Gymnasium Syke. Dort machte sie 1999 Abitur.

„Ich fand es irrsinnig mutig, wie Anja sich zurück ins Leben gekämpft hat“, berichtet Autorin Ursula Hensel. „Wie sie nach der Schule gesagt hat: Ja, ich mache das. Ich studiere Gartenbau und übernehme in der achten Generation den Hof.“ Das sei sicher kein leichter Weg gewesen.

Leicht ist es auch jetzt nicht immer, denn die junge Frau hat noch mit gesundheitlichen Folgen zu kämpfen: Beim Laufen macht ihr das linke Bein Probleme. Ob die Schule nach dem Unfall schwerer für sie war? „Ich musste schon viel mehr lernen als vor dem Unfall“, meint sie.

Sechs Drehtage geplant

An sechs Drehtagen entsteht nun eine Dokumentation über das Leben der starken Geschäftsfrau. Dabei wird die Familie in Nordwohlde mit Ehemann Torben und den Kindern Lena (zwölf) und Jan (zehn) ebenso gefilmt, wie die Arbeit auf dem Hof in Döhren. Auch Vater Walter musste für ein Interview vor die Kamera. Ein besonderer Drehtag war für Anja der, an dem sie einen Ausritt machte. Denn trotz des Unfalls hat die junge Frau ihre Liebe zu Pferden nicht verloren.

„Ganz schön anstrengend“, meinte Anja Reiners am Nachmittag des ersten Drehtags. Schon früh morgens wurde sie bei ihrer Radtour von Nordwohlde zum Hof nach Döhren gefilmt. „Ich musste dreimal den Berg hochfahren, bis die Aufnahmen perfekt waren“, erzählt sie und bedauert, dass der Sonnenaufgang dabei nicht so schön war wie sonst. Danach das Frühstück mit ihren Kindern, dann Aufnahmen auf einem Erdbeerfeld, und schließlich ging es weiter nach Ganderkesee, wo an einer saisonalen Verkaufsbude gedreht wurde. Die normale Arbeit geht nebenbei weiter: Ständig klingelt das Handy, und Anja Reiners muss für Erdbeer-Nachschub an den vier Hofläden in Bremen und etwa 20 Verkaufsbuden im weiteren Umkreis sorgen.

Momentan laufen die Vorbereitungen für das Kindererdbeerfest am heutigen Samstag auf Hochtouren. Heute ist auch der letzte Drehtag angesetzt. „Wer gern mal ins Fernsehen möchte, sollte also unbedingt unser Kindererdbeerfest besuchen“, sagt die tüchtige Geschäftsfrau lächelnd.

Die Reportage „Anja – die Chefin vom Erdbeerhof“ läuft am 2. August um 18.15 Uhr auf N3.

 

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